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Die Wahrheit über Blümchensex

Sa 21. Mär 2009, 23:10

Die Geschichte der Bienchen und Blümchen (wer kennt sie nicht, wenn Eltern nichts anderes einfällt, um den Kindern den kommenden Nachwuchs zu erklären :mrgreen: ) als Metapher für Sex - diese Geschichten sind gar nicht einmal so abwegig, denn der Garten ist der reinste Sündenpfuhl.

Hier eine Geschichte über schamlose Blüten und liebestolle Pollen - aus botanischer Sicht (natürlich - ein Schelm der dabei schmutziges denkt :praising: ).
Vom Frühjahr bis zum Sommer erfreuen wir uns an der Blütenpracht in unseren Gärten und den Balkonen, aber sie sind nicht für uns gedacht. Letztlich dienen sie eindeutig dazu, sich sich die Liebesdienste der Besteuber zu sichern. So soll die Blütenpracht und Farbe die Bienen vom weiten anlocken. Die ganzen, Farben, Formen, Striche und Tupfen mit ihren Markierungen funktionieren wie die Verkehrsampeln für uns, für die Insekten und Vögel als Wegweiser. Es gibt Pflanzen, deren Blüten ihre Geschlechtsteile schamlos zur Schau stellen und wiederum andere, die ihre im verborgenen halten, so dass sie nur von Kennern erobert werden können.

Die Botanikerin Angela Overy hat ein Buch über den ?Sex im Garten? geschrieben und sie war von den Raffinessen pflanzlicher Sexualität tief beeindruckt.


Petunien und Lilien fangen auf eigenartige Weise an zu glänzen. Andere Blüten bekommen kräftigere Farben, ihr Duft wird schwerer und intensiver. ?Die Narben werden feucht und klebrig, so als ob sie sich nach Sex sehnen würden?, sagt die amerikanische Botanikerin Angela Overy. Sie ist in ihrem Garten auf einen regelrechten Sündenpfuhl gestoßen. Mit dem Einsetzen der Pubertät beginnen Blütenpflanzen, um den männlichen Pollen zu buhlen. Nichts lassen sie unversucht, um die Aufmerksamkeit von Bienen oder Hummeln auf sich zu ziehen, denn die Insekten sollen sie mit den Pollenkörnern bestäuben.


Teil 1 zum gesamten Artikel findet ihr hier

Teil 2 hier


Hier die Bilderstrecke aus dem ksta zur Sexualität der Pflanzen


Und zu guter letzt noch das Interview von Petro Gerstberger von der Uni Beyreuth mit dem Titel Pflanzen lügen und betrügen


Wenn das unsere Eltern vorher gewusst hätten, ob sie uns dann auch die Geschichte über die Bienen und Blümchen als so harmlos hätten erzählen können? Dagegen war ja der Biounterricht in Sexualkunde ja fast langweilig. :lool:

Sa 21. Mär 2009, 23:10

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