Do 31. Jul 2008, 23:17
O.k., machen wir mal weiter. Ich hoffe, ihr habt alle fleißig gelesen.
7. Kapitel - Ein sonderbares Quartier
Bilbo erwachte am nächsten Morgen froh gelaunt - noch in der Annahme, er wäre zu Hause -, was jedoch nachließ, als er fest stellte, dass dem keineswegs so war. Des weiteren war das Frühstück nicht so üppig wie das Abendessen und ihm stand wieder ein Flug - dieses Mal jedoch auf dem Rücken des Adlers - was bei ihm keine große Begeisterung hervor ruft.
Doch nach der Landung ist Bilbo auch nicht viel glücklicher, denn Gandalf offenbart ihnen, dass er sie bald verlassen wird.
Durch ihn lernen sie Beorn kennen, eine ebenso ungewöhnlich Figur wie Tom Bombadil in HdR. Er scheint auf jeden Fall so alt wie dieser zu sein und sozusagen zu den Allerersten (nein, nevermore nicht so ein Allererster :mrgreen: ) zu sein, wie Tom oder die Ents. Gandalf beschreibt ihn als Pelzwechsler, manchmal ist er ein mächtiger, schwarzer Bär und manchmal ein großer, starker, schwarzhaariger Mensch mit gewaltigen Armen und langem Bart.
Für mich entspricht Beorn dem Idealbild von einem Menschen - wie Tolkien es sich wahrscheinlich gewünscht hat. Er ist lieb zu Tieren, er spricht mit ihnen, sie arbeiten nicht für ihn, sondern mit ihm. Er isst nur Sahne und Honig, also Dinge, die man herstellen kann und wobei man keine Tiere fressen muss. Er beschützt die Schwachen und tötet die Bösen.
Gandalf erhofft sich von ihm Hilfe und Unterstützung, warnt die Gesellschaft aber auch gleichzeitig, dass sie nicht komplett sondern immer in Zweiergruppen bei Beorn auftauchen sollen.
Er macht mit dem verschreckten Hobbit den Anfang.
Die Begrüßung von Seiten Beorns ist auch recht ruppig und wird es wärmer, als er von dem Zwischenfall mit den Orks hört und der dazu gehörigen Geschichte. Das Haus von Beorn erinnert mich auch ein wenig an Tom Bombadils Haus - oder irre ich mich da (Marcel)?
Gandalf beginnt seine Geschichte und dezimiert die Anzahl der Gefährten leicht, obwohl Beorn beim Aufzählen schon etwas stutzig wird, da er ja nur Bilbo und ihn vor sich sieht.
Geschickt vermehrt Gandalf beim Erzählen ihrer Abenteuer die Anzahl der Leute und gutmütig lässt es Beorn über sich ergehen, dass nach und nach immer mehr Zwerge auftauchen.
Durch die ständigen Unterbrechungen - durch das Auftauchen der Zwerge - hatte Gandalf Beorn nur noch neugieriger gemacht und so hatten sie sich auch ein Abendbrot verdient.
Witzig fand ich die Beschreibung, wie Beorns Tiere - Zeigen, Hunde, Ponys den Tisch deckten und die Deko mit Tiermotiv nicht vergaßen.
Es wurde dann ein sehr gemütlicher Abend, indem sie lachten und erzählten und die Zwerge von ihrem Goldschatz schwärmten.
Beorn verschwand zwischendurch und Gandalf scheuchte sie irgendwann zum Schlafen auf und warnte alle noch einmal eindringlich, in der Nacht nicht das Haus zu verlassen.
Bilbo hatte eine sehr unruhige Nacht...
Dies führte dazu, dass Bilbo fast das Frühstück verschlief. Da Gandalf und Beorn den ganzen Tag nicht da waren blieben sie unter sich. Der Zauberer tauchte zur Abendbrotzeit wieder auf und erzählte, dass er Bärenspuren gefolgt wäre. In der Nacht hatte wohl eine Versammlung statt gefunden und am frühen Morgen führte eine Spur direkt zu dem Kiefernwald, wo sie selber das unerfreuliche Zusammentreffen mit den Wölfen und Orks hatten.
Am nächsten Tag wurden sie vom Gastgeber geweckt. Beorn war diesmal sehr viel lustiger drauf, bester Laune und und brachte auch sie mit seinen Geschichten zum Lachen.
Ganz unverblümt erzählte er ihnen, dass er die Geschichte von ihren Abenteuern überprüft und für wahr befunden hatte.
Des weiteren sprach er davon, dass die Warge und Orks immer noch auf der Suche nach ihnen waren wegen des Tods des Großen Ork waren und die Wölfe ziemlich wütend darüber, dass so viele ihrer Garde umgekommen waren.
Gandalf hielt es nun für klüger ihm auch den Rest der Geschichte und den Grund für die Reise zu erzählen.
Beorn versprach sie mit allen nötigen Dingen auszustatten - auch bekamen sie von dem wunderbaren Zwieback mit, der sehr an das Elbenbrot erinnert - und auch mit seinen Ponys. Allerdings nur unter der Bedingung, dass sie sie, bevor sie den Nachtwald betraten, wieder frei ließen und nach Hause zu ihm schickten.
Er warnte sie davor im Nachtwald den Pfad zu verlassen, nichts aus dem dunklen Fluss zu trinken, der ihren Weg kreuzen würde, da er Schlafmüdigkeit und Vergessen bringen soll.
Etwas zu Essen würden sie in dem Wald auch nicht finden.
Sie waren mehrere Tage unterwegs und nicht zu großen Reden aufgelegt. Nur Bilbo fiel nach einiger Zeit auf, dass ein riesiger Bär sie begleitete.
In der Mitte des vierten Tages waren sie am Nachtwald angekommen und Gandalf forderte sie auf, die Ponys zurück zuschicken. Die Zwerge murrten ziemlich und Gandalf warnte sie eindringlich und verwies auf Bilbo, der den Bären gesehen hatte. Er hat nicht nur über die Reisegruppe gewacht, sondern auch acht auf seine Ponys gab.
Es waren aber nicht nur die Ponys, die sie nicht mitnehmen konnten. Gandalf teilte seine Entscheidung mit, dass auch er nicht weiter mitkommen würde.
Der Zauberer warnte sie eindringlich davor, den Weg zu verlassen aus welchen Gründen auch immer. auf Bilbos Frage, ob sie wirklich da hindurch müssten, erklärte Gandalf, das der Weg drum herum noch viel gefährlicher wäre.
Sie begriffen auch, dass jetzt der gefährlichste Teil ihrer Reise angefangen hatte - und das ohne den Zauberer...
Zuletzt geändert von Demona am Fr 1. Aug 2008, 20:48, insgesamt 1-mal geändert.