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Bei Dumbledore denke ich auch, dass Richard Harris unschlagbar war. Michael Gambon fehlt m.E. das Liebevolle und Väterliche und jemand, der von sich sagt, er spielt immer nur sich selbst ist in meinen Augen kein guter Schauspieler. Ich hätte mir sehr gut Peter O'Toole als neuen Albus vorstellen können, aber der ist ja leider nicht mehr ganz so fit. Ebenson hätte Christopher Lee gepasst, aber man hätte wohl immer nur Saruman gesehen...
Zu Snape: Wie Undine habe ich die Bücher auch viel später gelesen - erst nach Film 4! Der Buch-Snape hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, weil er so anders war als der von Rickman (weswegen ich in meiner FF z.B. auch den Buch-Snape beschreibe). Man hat HdR doch auch komplett nachbearbeitet - hätte nicht so schwer sein können, per CGI hier und da ein paar Falten wegzuzaubern. Ich mag den Rickman-Snape trotzdem, auch wenn er stark vom Original abweicht, was Aussehen und Verhalten betrifft.
Die Rumtreiber-Generation: Es mögen wenige Schauspieler als wesentlich jünger durchgehen, als sie in Wirklichkeit sind. Mir fiele da als Beispiel Johnny Depp ein, aber man kann nicht jeden Schauspieler vor die Kamera stellen und behaupten, er wäre etwas über dreißig, wenn man sehen kann, dass er älter sind. Bei Harrys Eltern im Spiegel hatte ich im ersten Moment gedacht "Gott, sehen die bieder aus...". Um die 20 waren die auf keinen Fall. Das Gleiche Problem mit den anderen Charkateren der Generation. Trotzdem mag ich Thewlis und Oldman in ihren Rollen.
@ seirex: Harrys Augenfarbe wechselt? Habe nie eine andere bemerkt als blau... In welcher Szene sind sie grün? (Sagt jetzt nicht in der Szene im 4. Film, wo er von dem Avada aufwacht...)
Hermine mag kein hässliches Entlein sein, aber schon durch ihre Haare (zumindest in den ersten Teilen) und ihr Verhalten macht sie den Eindruck, den man von ihr erhalten sollte: Außenseiterin und Streberin.
Die Weasleys und "stilsicher"? Inwiefern ist das gemeint? Die gesamte Familie fand ich soweit gut umgesetzt.
Ich bin übrigens froh, dass endlich mal ein Mann sagt, was er von der Fleur-Darstellerin hält. Dito!
Ich denke allerdings nicht, dass die Fehlbesetzungen aufgrund mangelnder englischer Schauspieler zustandegekommen ist. Das wird wieder an einem der unzähligen Faktoren liegen, die bei einer Filmproduktion dazwischenkommen können. Passende Schauspieler sind nicht das A und O für eine Produktion; wenn es hinhaut, dann gut, aber wenn die "erste Wahl" nicht zusagen kann, ist weniger die Ähnlichkeit zum Buchcharakter wichtig, sondern die Fähigkeit ihn darzustellen. Das erinnert mich daran, wie Terence Stamp, der 1965 die Hauptrolle für "Der Fänger" bekommen hatte, den Regisseur auf seinen Charakter "Freddie Clegg" ansprach. Er war der Meinung, dass er nicht wie Freddie Clegg aussehen würde, weil der lt. Buch "unscheinbar bis hässlich" war und er selbst eher den Schönling darstellte (ganze 30 Jahre später schaffte er es immer noch auf Platz 59, als das Empire magazine die "100 Sexiest Stars in film" gewählt hatte). Regisseur William Wyler sagte, das Aussehen im Film wäre Nebensache und oft - nicht immer - sehe ich das genauso. Für eine Verfilmung wird nun einmal nicht vorausgesetzt, dass der Kinogänger das Buch kennt.
LG, Eve