Di 10. Feb 2009, 13:51
Di 10. Feb 2009, 13:51
Di 10. Feb 2009, 21:33
Der Papst hat sich ja nicht gerade einen Fehltrittchen geleistet.
Mit einem Brief vom 15. Dezember 2008, gerichtet an Seine Eminenz Dario Kardinal Castrillón Hoyos, Präsident der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, hat Mons. Bernard Fellay, auch im Namen der anderen drei am 30. Juni 1988 geweihten Bischöfe neuerlich um die Wegnahme der Exkommunikation latae
sententiae ersucht, welche mit Dekret des Präfekten dieser Kongregation für die Bischöfe am 1. Juli 1988 formal ausgesprochen worden war.
In dem erwähnten Brief betont Mons. Fellay, unter anderem: "Wir sind immer vom festen Willen
bestimmt, katholisch zu bleiben und alle unsere Kräfte in den Dienst der Kirche unseres Herrn Jesus Christus zu stellen, welche die römische katholische Kirche ist. Wir nehmen ihre Lehren mit kindlichem Geiste an. Wir
glauben fest an den Primat des Petrus und an alle seine Vorrechte, und deshalb läßt uns die aktuelle Situation sehr leiden".
Seine Heiligkeit Benedikt XVI. hat entschieden, die durch ihre Bischofsweihe entstandene kirchenrechtliche Situation der Bischöfe Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson e Alfonso de Galarreta neu zu bedenken, in der väterlichen Sensibilität für die von den Betroffenen wegen der Strafe der Exkommunikation geäußerte geistliche Beschwerlichkeit und im Vertrauen auf den von ihnen im zitierten Brief zum Ausdruck gebrachten Einsatz, an keinen Kräften zu sparen, um in den notwendigen Gesprächen mit den Autoritäten des Heiligen Stuhles die noch offenen Fragen gründlich durchzugehen und so bald zu einer vollen und zufriedenstellenden Lösung des
Ursprungsproblemes zu gelangen.
Mit diesem Akt wird die Konsolidierung des gegenseitigen Vertrauensverhältnisses und die Intensivierung und Stabilisierung der Beziehungen der Bruderschaft Sankt Pius X. zu diesem Heiligen Stuhl gewünscht.
Dieses Geschenk des Friedens zum Abschluß der weihnachtlichen Feiern will auch ein Zeichen dafür sein, die Einheit in der Liebe der universalen Kirche
zu fördern und den Skandal der Trennung zu überwinden.
Wir wünschen, daß diesem Schritt von Seiten der gesamten Bruderschaft Sankt Pius X. die umgehende Verwirklichung der vollen Gemeinschaft mit der Kirche folge, sodaß dadurch wahre Treue und eine wahre Anerkennung des Lehramtes und der Autorität des Papstes mit dem Beweis der sichtbaren Einheit bezeugt werde.
Auf Basis der mir vom Heiligen Vater Benedikt XVI. ausdrücklich verliehenen Vollmachten und kraft des vorliegenden Dekretes erlasse ich den Bischöfen Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso de Galarreta die Zensur der Exkommunikation latae sententiae, welche von dieser Kongregation am 1. Juli 1988 festgestellt wurde, und erkläre gleichzeitig das zu jener Zeit herausgegebene Dekret vom heutigen Tage an als rechtsunwirksam.
Rom, von der Kongregation für die Bischöfe, 21. Januar 2009.
Übersetzung des Kirchenrechtlers Dr. Alexander Pytlik
Di 10. Feb 2009, 23:37
Es entzieht sich meinem Verstand, warum das ganze dann für irgend jemanden eine Demütigung oder Provokation sein soll.
Mi 11. Feb 2009, 07:46
Mi 11. Feb 2009, 11:47
Mi 11. Feb 2009, 12:05
Mi 11. Feb 2009, 16:30
Auch der deutsche Distriktobere Franz Schmidberger lehnt die religiöse Neutralität des Staates ab und plädiert für eine ?christliche Gesellschaftsordnung?, in der etwa die Todesstrafe gälte, ?keine zivile Ehescheidung? vorgesehen sei, eine ?Unauflöslichkeit der Ehe? als ?einer ihrer Grundpfeiler? bestehe, ?den vorehelichen und außerehelichen Beziehungen? der ?Kampf? angesagt werde und der ?Vertrieb von empfängnisverhütenden Mitteln? verboten werde, ebenso wie Zinsspekulation, Großbanken, Abtreibung, ?Gotteslästerung, Homosexualität und Pornographie?. Er fordert, dass die ?Gewalt in Staat und Gesellschaft? ?nicht vom Volke?, nicht ?von der Basis aus[geht], sondern von Gott... folglich bezeichnet das Volk in Wahlen allein diejenigen, die es regieren sollen, verleiht ihnen aber nicht die Autorität; ebenso wenig kann es Regierungen beliebig absetzen.? Statt eines Parteiensystems empfiehlt er, dass an deren ?Stelle jene christlichen Männer treten, die sich durch sittliche Reife und Lebenserfahrung, durch Gerechtigkeitssinn und Sorge um das Gemeinwohl auszeichnen?.[33]
Der emeritierte Regensburger Dogmatiker Wolfgang Beinert nannte die Piusbruderschaft ?demokratiefeindlich?; für den Bonner Politikwissenschaftler Gerd Langguth ist sie ein ?Fall für den Verfassungsschutz?, da sie einen ?katholischen Gottesstaat? anstrebe.[34]
Am 28. Juli 2007 veranstaltete die FSSPX in Stuttgart eine Gegendemonstration zum Christopher Street Day, auf welchem Schwule, Lesben und Transgender für Gleichberechtigung und Toleranz demonstrierten. Anhänger der FSSPX versammelten sich mit Protestplakaten mit Aufschriften wie ?Rettet Kinder vor Perversen? und ?AIDS ? Geißel der Unzucht? und beteten zur ?Wiedergutmachung der Perversion und Übertretung des 6. Gebotes des Dekalogs: ?Du sollst nicht Unzucht treiben.?? öffentlich den Rosenkranz.[35] Peter Lang, Pater des FSSPX-Priorates St. Athanasius in Stuttgart-Feuerbach erklärte: ?Der Umzug und seine Teilnehmer zeigen ein Verhalten, das dem Menschen nicht angemessen ist, eine moralische Umweltverschmutzung.?[36] Niemand verteidige mehr ?die christlichen Werte, wie Familie, Treue, Keuschheit. Dafür müssen unsere Kinder ansehen, wie pervers Erwachsene sein können.?[37]
?Fast kein Mädchen sollte zu irgendeiner Universität gehen. [...] Aber wo finden weiterführende Mädchenschulen dann ihrerseits weibliche Lehrkräfte, wenn kein Mädchen mehr ein Studium absolviert? Man braucht keine Universität, um das meiste von dem zu lernen, was Mädchen unterrichtet zu werden brauchen, zum Beispiel Hauswirtschaft, Einrichtung und Unterhalt eines Heims, Pflege und Erziehung der Kinder, die geistige und soziale Vorbereitung auf die Ehe.?
Antisemitismus:Am 23. Januar 2009 warnte die Anti Defamation League den Vatikan schriftlich vor der bevorstehenden Wiederaufnahme Williamsons und der Piusbruderschaft in die römisch-katholische Kirche, die negative Folgen für deren Verhältnis zum Judentum haben werde. Ebenso warnte der römische Oberrabbiner Riccardo Di Segni den Papst vor negativen Folgen für das jüdisch-katholische Verhältnis und sprach von einer ?tiefen Wunde?, die eine ?Beendigung des Schismas? und die ?Wiederaufnahme der Lefebvristen in die Kirche? reißen würde.?Mit dem Kreuzestod Christi ist der Vorhang des Tempels zerrissen, der Alte Bund abgeschafft, wird die Kirche, die alle Völker, Kulturen, Rassen und sozialen Unterschiede umfasst, aus der durchbohrten Seite des Erlösers geboren. Damit sind aber die Juden unserer Tage nicht nur nicht unsere älteren Brüder im Glauben, wie der Papst bei seinem Synagogenbesuch in Rom 1986 behauptete; sie sind vielmehr des Gottesmordes mitschuldig, so lange sie sich nicht durch das Bekenntnis der Gottheit Christi und die Taufe von der Schuld ihrer Vorväter distanzieren. Im Gegensatz dazu behauptet das II. Vatikanum, man könne die Ereignisse des Leidens Christi weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen (§ 4).?
Diese kollektive Schuldzuweisung war 1965 durch die Erklärung Nostra Aetate des Zweiten Vatikanischen Konzils verworfen worden.[44]
Im November 2008 leugnete Richard Williamson den Holocaust erneut, indem er in einem Interview die Existenz von Gaskammern in nationalsozialistischen Vernichtungslagern und die millionenfache absichtliche Ermordung von Juden dort bestritt.
Dazu, dass dem Vatikan nicht bewusst war, dass Williamson Antisemit ist:Am 23. Januar 2009 warnte die Anti Defamation League den Vatikan schriftlich vor der bevorstehenden Wiederaufnahme Williamsons und der Piusbruderschaft in die römisch-katholische Kirche, die negative Folgen für deren Verhältnis zum Judentum haben werde. Ebenso warnte der römische Oberrabbiner Riccardo Di Segni den Papst vor negativen Folgen für das jüdisch-katholische Verhältnis und sprach von einer ?tiefen Wunde?, die eine ?Beendigung des Schismas? und die ?Wiederaufnahme der Lefebvristen in die Kirche? reißen würde.
@AlsionnaDer allgemeine Vorwurf des Antisemitismus gegen die Anhänger Lefevres und die Pius Bruderschaft beruht auf einem einzigen Satz in der lateinischen Karfreitagsmesse, darin bittet die Gemeinde darum, daß Gottes Gnade, die Juden zum Rechten Glauben finden läßt.
Wie du oben direkt und im Link siehst, handelt es sich nicht um einen Vorwurf durch einen einzigen Satz.
@nevermoreWenn sie wegen Antisemitismus ausgeschlossen werden sollen, dann muss man sie aus diesem Grund ausschließen, nicht einen verkehrten Ausschluss aus einem anderen Grund aufrechterhalten. Das ist eine Frage des "due Process". Man kann auch nicht jemand wegen Körperverletzung einsperren, und wenn sich herausstellt, er ist unschuldig, ihn trotzdem im Knast lassen, weil man inzwischen herausgefunden hat, dass er einen Diebstahl begangen hat.
Was ist das für ein Vergleich?
Es ist doch im Nachhinein egal, weshalb sie ausgeschlossen wurden;
wichtig ist doch, dass sie nicht wieder aufgenommen werden sollten, weil sie Feinde von Recht und Freiheit sind.
Übrigens wurden sie zuvor wegen verbotener Priesterweihen und Seminargründungen ausgeschlossen,
also Ungehorsam dem Papst gegenüber, also kein verkehrter Ausschluss.
@CellmoNicht eine Milliarde Katholiken sprechen für den Papst, sondern der Papst spricht für alle Katholiken!
Mi 11. Feb 2009, 18:01
seirex hat geschrieben:Was ist das für ein Vergleich?
Es ist doch im Nachhinein egal, weshalb sie ausgeschlossen wurden;
wichtig ist doch, dass sie nicht wieder aufgenommen werden sollten, weil sie Feinde von Recht und Freiheit sind.
Übrigens wurden sie zuvor wegen verbotener Priesterweihen und Seminargründungen ausgeschlossen,
also Ungehorsam dem Papst gegenüber, also kein verkehrter Ausschluss.
Mi 11. Feb 2009, 21:34
Übrigens wurden sie zuvor wegen verbotener Priesterweihen und Seminargründungen ausgeschlossen,
also Ungehorsam dem Papst gegenüber, also kein verkehrter Ausschluss.
Mi 11. Feb 2009, 21:35
Übrigens wurden sie zuvor wegen verbotener Priesterweihen und Seminargründungen ausgeschlossen,
also Ungehorsam dem Papst gegenüber, also kein verkehrter Ausschluss.
Eben der Papst spricht für die Katholiken,
was bedeutet, dass er auch für die Piusbrüderschaft spricht,
solange er diese nicht ausschliesst.
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